Ausflug 2011 nach Boppard im Tal der Loreley

     

    Mannschaftscaptain Helge hatte dieses Jahr vom 4. - 7.August Zimmer im Haribo Hotel auf dem Jakobsberg gebucht. Ein Teil der Mannschaft reiste erst abends an, aber die meisten fuhren schon vormittags los, um auf halber Strecke im GC Rheinhessen Golf zu spielen. Dieser Platz war uns schon von früheren Golftouren in guter Erinnerung. Auch dieses Mal präsentierte er sich von seiner besten Seite: gut gepflegt, anspruchsvoll mit vielen Bunkern und großen Grüns. Wer den Ball mal nicht so gut traf, konnte sich mit dem traumhaften Rundumblick über die Weinberge Rheinhessens trösten.

     

    Das Spiel-Motto des ersten Tages war „Trouble-Golf“. Jeder musste Plus- und Minuspunkte sammeln. Pluspunkte gab es zum Beispiel für ein Par aus dem Bunker, Fairway vom Abschlag aus getroffen usw., Minuspunkte für Dreiputt, Bunker getroffen usw.. Helge und Sigi waren Sieger, sie hatten mehr Plus- als Minuspunkte.

     

    Die Anfahrt zum Hotel am Jakobsberg war stressfrei. Wir wurden mit einem Cocktail empfangen und gingen anschließend zum reichhaltigen Buffet. Vom Restaurant aus hat man einen wundervollen Blick nach unten auf die Rheinschleife vom Boppard.

     

    Am zweiten Tag spielten wir im mittelrheinischen GC Bad Ems. Auch dieser Platz war in exzellentem Zustand. Eine Woche zuvor hatte dort der Länderpokal der Senioren stattgefunden. Viele alte Bäume und unendliche Schräglagen prägen den Platz.

     

    Unser Spiel war heute „Money Ball“. Der Money Ball ist ein gelber Ball, mit dem der Teamscore erspielt wird. Dieser Ball rotiert unter den Spielern und wird nach jedem Loch weitergegeben. Der Score, der mit dem gelben Ball gespielt wird, wird aufgeschrieben. Das lustige daran ist, dass der Spieler, der gerade den gelben Ball spielt, besonders angespannt ist und einen guten Score abliefern muss, während die anderen ruhig mal in die Wicken hauen können. Zwei Dreierteams schafften je 89 Schläge.

     

    Auch der zweite Tag war angenehm warm und trocken, aber es sollte noch anders kommen...

     

    Am dritten Tag lernten wir den Haribo-Golfplatz kennen. Statt der gelben und roten Abschlagskugeln stehen große Gummibären aus Plastik auf dem Tee. Immer wieder kann man von dem Hochplateau aus herrliche Blicke auf das Rheintal, die Weinberge, Burgen und Schlösser genießen. Große Fairways machen den Platz etwas leichter, aber die ondulierten Grüns stellen hohe Ansprüche an das kurze Spiel. Für zu viele Putts wurde man heute nicht nur mit einem hohen Score, sondern auch mit einer hohen Geldeinlage in die Getränkekasse bestraft. Ein plötzlich aufgezogenes Gewitter machte unsere Runde zum Roulettespiel. Genau am hintersten Ende des Platzes begann es aus heiterem Himmel zu schütten. Es blitzte und donnerte gleichzeitig. Der erste und letzte Flight war in der Nähe einer Schutzhütte, aber der mittlere Flight war auf freiem Feld. Es gab nur noch eins: Schläger fallen lassen, Bags stehen lassen, Flucht in den Wald und hoffen, dass kein Blitz einschlägt. Nach bangen 30 Minuten hörte der Spuk auf und die Sonne kam wieder hervor. Man konnte weiterspielen. Doch kaum eine Stunde später kam das nächste Gewitter. Pitschnass, aber zum Glück unversehrt, kamen wir endlich ins Golfhotel zurück.

     

    Am Abend tranken wir einen Winzersekt auf unsere Gesundheit. Wer danach noch eine ruhige Hand hatte, konnte sich bei „Jenga“ bewähren. Es gab viel zu Lachen.

     

    Der nächste Morgen war etwas kühler, aber trotzdem sonnig. Nachdem wir ausgecheckt hatten, verabschiedeten wir Marion, die weiter nach Berlin in den Urlaub fuhr. Die übrigen spielten nochmals eine Runde Golf und übten Cha Cha Cha auf den Fairways. Jeder spielt seinen eigenen Ball. Für den Teamscore nimmt man an Par5-Löchern das beste Ergebnis, an Par4-Löchern die zwei besten, an Par3-Löchern die 3 besten Scores. Das Team mit dem niedrigsten Gesamtscore gewinnt.

     

    Am 18. Grün nahmen uns Kirk, unser Mannschaftstrainer, und Buddy in Empfang. Sie waren gekommen, um Katrin mit nach Bonn zu nehmen. Die anderen fuhren müde aber zufrieden in südlicher Richtung nach Hause.

     

    Dietlinde Bruch