Neue Golfregeln 2019 - Wissen Sie schon Bescheid?

2019 reduzieren sich die Golfregeln, dabei werden einige der Regeln verändert.

Dadurch soll es Neueinsteigern erleichtert werden das Golfspiel zu erlernen. Zudem wird das Regelwerk durch die Streichung einiger Regeln entschlackt und zugänglicher sowie praxisnäher gestaltet.

Die wichtigsten Änderungen finden Sie anschaulich erklärt direkt auf der Seite von expertgolf.com

Ein YouTube Video erklärt die 20 wichtigsten Änderungen die sich ab nächstem Jahr ergeben werden.



Die neuen Regeln in Kurzform:


- Suchzeit (Regel 18) Bisher standen fünf Minuten zur Verfügung um einen verlorenen Ball wiederzufinden. Neu beträgt die maximale Suchzeit nur noch drei Minuten.

- Ball beim Suchen bewegt (Regel 7) Bisher erhielt der Spieler in aller Regel einen Strafschlag, wenn er beim Suchen seinen Ball bewegte. Neu ist ein solches Versehen straflos.

- Ball identifizieren (Regel 7) Wollte man bisher seinen Ball zum Identifizieren aufnehmen, musste zuvor ein Mitspieler informiert und ihm Gelegenheit gegeben werden, das Prozedere zu überwachen. Neu müssen Sie keinen Mitspieler mehr informieren.

- Provisorischer Ball (Regel 18) Bisher durfte ein solcher nur gespielt werden, bevor der Spieler nach vorne ging, um nach seinem ersten Ball zu suchen (bis zu 45 m nach vorne zu gehen war allerdings erlaubt). Neu dürfen Sie einen provisorischen Ball auch dann spielen, nachdem Sie bereits eine Weile nach Ihrem ursprünglichen Ball gesucht haben.

- Bisher gab es nur Erleichterung, wenn sich der Ball auf einer kurzgemähten Fläche eingebohrt hatte. Neu dürfen Sie bei allen im Gelände eingebetteten Bällen straflos droppen, also auch im Semirough und Rough.

- Schlägerlänge (Erklärung) Bisher durfte der Spieler zum Abmessen einer Schlägerlänge einen beliebigen seiner Schläger verwenden. Neu gilt als Schlägerlänge der längste Schläger den Sie im Bag haben, ausgenommen der Putter.

- Droppen (Regel 14) Bisher musste aus Schulterhöhe gedroppt werden. Neu müssen Sie aus Kniehöhe droppen.

- Tierlöcher (Regel 16) Von Tierlöchern gab es bisher nur Erleichterung, wenn diese von Erdgänge grabenden Tieren, Reptilien oder Vögeln stammten. Neu fällt diese Einschränkung hinsichtlich der Tierart weg und Sie dürfen von Löchern und Wühlspuren sämtlicher Tiere (ausgenommen Insekten und Würmer) straflos wegdroppen.

- Falsches Grün (Regel 13) Landet der Ball auf einem falschen Grün, darf zur Schonung nicht von dort gespielt werden. Landet der Ball lediglich nahe eines falschen Grüns, durfte der Spieler bisher aber sehr wohl auf dem falschen Grün stehen, um seinen Ball zu spielen. Neu müssen Sie auch dann straflos droppen, wenn Sie Ihren Stand auf einem falschen Grün einnehmen müssten.

- Ball trifft Spieler oder Ausrüstung (Regel 11) Bisher führte es zu einem Strafschlag, wenn man als Spieler sich selbst oder die eigene Ausrüstung traf. Neu ist dies straflos, Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um ein Versehen handelt.

- Doppelschlag (Regel 10) Bisher kostete es einen Strafschlag, wenn man beim Schlag hängen blieb und den Ball mehr als einmal traf. Neu ist ein solches Versehen straflos.

- Sandberührung im Bunker (Regel 12) Bisher durfte der Bunkersand vor dem Schlag bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht berührt werden. Neu ist die beiläufige Berührung des Sandes grundsätzlich erlaubt, d. h. Sie dürfen sich beispielsweise auf den Schläger abstützen. Allerdings ist es nach wie vor nicht gestattet, die Beschaffenheit des Sandes vor dem Schlag zu prüfen, die Spiellinie zu verbessern, den Schläger vor oder hinter dem Ball aufzusetzen oder Probeschwünge mit Sandberührung zu machen.

- Lose Naturstoffe (Regel 15) Bisher mussten Blätter, Zweige, Steine, Äste und andere lose Naturstoffe in Bunkern und Wasserhindernissen liegen bleiben. Neu dürfen Sie diese überall straflos entfernen, das heißt auch in Bunkern und sogenannten Penalty Areas (so heissen Wasserhindernisse neu).

- Lose Naturstoffe (Regel 15) Bisher mussten Blätter, Zweige, Steine, Äste und andere lose Naturstoffe in Bunkern und Wasserhindernissen liegen bleiben. Neu dürfen Sie diese überall straflos entfernen, das heißt auch in Bunkern und sogenannten Penalty Areas (so heissen Wasserhindernisse neu).

- Penalty Areas (Erklärung) Bisher durften Wasserhindernisse grundsätzlich nur als solche markiert werden, wenn sie tatsächlich Wasser enthielten. Neu heißen Wasserhindernisse Penalty Areas und müssen nicht mehr zwingend Wasser enthalten.

- Droppmöglichkeiten bei Penalty Areas (Regel 17) Bisher konnte bei einem seitlichen Wasserhindernis auf der gegenüberliegenden Seite des Kreuzungspunktes (wo der Ball ins Wasserhindernis geflogen ist) gedroppt werden. Neu heißt es rote Penalty Area und die Droppmöglichkeit auf der anderen Seite wurde aufgehoben.

- Boden- und Wasserberührung in Penalty Areas (Regel 17) Wenn man sich entscheidet, den Ball aus einem Wasserhindernis zu spielen, wie er liegt, durfte bisher der Boden und das Wasser vor dem Schlag nicht berührt werden. Neu dürfen Sie den Schläger am Boden oder im Wasser aufsetzen, wenn Sie den Ball aus einer Penalty Area spielen.

- Ball bewegt sich auf Grün nach Markieren und Zurücklegen (Regel 13) Bisher musste der Ball von der neuen Stelle gespielt werden, wenn er sich nach dem Markieren und Zurücklegen von selbst oder durch Wind bewegte. Neu müssen Sie den Ball zurücklegen.

- Ball auf Grün aus Versehen durch Spieler bewegt (Regel 13) Bisher war das versehentliche Bewegen des Balls auf dem Grün nur in Ausnahmefällen straflos. Neu ist ein solches Versehen in allen Fällen straflos.

- Schäden auf Grün ausbessern (Regel 13) Bisher durfte die Puttlinie bis auf wenige Ausnahmen wie z. B. Pitchmarks oder alte Lochpfropfen nicht verbessert werden. Neu dürfen Sie praktisch alle Beschädigungen auf dem Grün ausbessern, insbesondere auch Spikemarken.

- Keinen Schläger ablegen um sich auszurichten (Regel 10) Bisher war es gestattet, z. B. auf dem Grün den Putter abzulegen, um sich für den Schlag auszurichten. Neu dürfen Sie keinen Schläger mehr ablegen, um Ihren Stand daran auszurichten.

- Keine Hilfe durch Caddie beim Ausrichten (Regel 10) Bisher durfte sich der Spieler durch seinen Caddie für den Putt ausrichten lassen. Neu ist es nicht mehr gestattet, dass sich der Caddie hinter den Spieler stellt und diesen für den Putt zum Ziel ausrichtet.

- Treffen der Fahnenstange (Regel 13) Bisher musste die Fahne bedient oder entfernt werden, da sie beim Putten nicht getroffen werden durfte. Neu ist das Treffen der Fahnenstange straflos, das heißt, Sie können die Fahne immer im Loch stecken lassen.

- Ball an Fahnenstange eingeklemmt (Regel 13) Bisher musste in diesem Fall die Fahne entfernt werden, damit der Ball ins Loch fällt. Neu gilt der Ball bereits als eingelocht, wenn ein Teil des Balls unterhalb der Lochkante ist.

- Distanzmessgeräte (Regel 4) Bisher waren diese nur gestattet, wenn sie durch eine Platzregel ausdrücklich erlaubt wurden. Neu dürfen Sie Distanzmessgeräte grundsätzlich verwenden, es sei denn eine Platzregel verbietet ihren Gebrauch.

[Quelle: expertgolf.com]


Hier finden Sie das offizielle Regelwerk der USGA in englischer Sprache.


Unser Pro-Shop bietet ab sofort die "Golfregeln kompakt 2019" an. Sie können diese vor Ort erwerben um sich bereits jetzt regeltechnisch auf die kommende Saison vorzubereiten.

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